
Griechischer Salat — mit Feta, Oliven und ohne Blattsalat
Yvonne Ammann VegetarischTomaten in grobe Stücke, Gurke in dicke Halbmonde, grüne Peperoni in Ringe, rote Zwiebel in feine Ringe, Kalamata-Oliven. Alles mit Olivenöl, Salz und Oregano mischen, den Feta als ganzes Stück obendrauf legen. Das Original hat keinen Essig und keinen Blattsalat — die Tomaten liefern die Säure.
Der griechische Salat, den man in Griechenland bekommt, hat mit dem aus der Kantine wenig zu tun: kein Eisbergsalat, kein Essig, kein gewürfelter Feta. Nur Tomaten, Gurke, Zwiebel, Oliven, Olivenöl, Oregano — und ein ganzes Stück Feta obendrauf, das jeder selbst zerdrückt. Im Sommer mit Schweizer Tomaten ist er ein komplettes Znacht mit Brot, in 15 Minuten.
Zutaten
- 600 g Tomaten (reif)
- 1 Stück Gurke
- 1 Stück Peperoni (grün)
- 1 Stück Zwiebel (rot)
- 100 g Kalamata-Oliven
- 200 g Feta (am Stück)
- 4 EL Olivenöl
- 1 TL Oregano (getrocknet)
- ½ TL Salz
- Pfeffer
- 1 EL Rotweinessig (optional)
Zubereitung
- 1
Gemüse schneiden
Tomaten in grobe Schnitze, Gurke längs halbieren und in dicke Halbmonde, Peperoni in Ringe, Zwiebel in feine Ringe. Grob ist richtig — es ist ein Bauernsalat.
- 2
Zwiebeln mildern
Zwiebelringe 5 Minuten in kaltes Wasser legen und abtropfen. Sie bleiben knackig, verlieren aber die Schärfe.
- 3
Mischen
Gemüse, Zwiebeln und Oliven in einer Schüssel mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und der Hälfte des Oregano mischen. Wer Säure will, gibt den Essig dazu — in Griechenland macht das der Gast selbst.
- 4
Feta obendrauf
Feta als ganzes Stück auf den Salat legen, mit restlichem Oregano bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Mit Brot servieren — für den Saft am Boden.
Tipps
- Der Salat steht und fällt mit den Tomaten. Im Sommer Schweizer Tomaten, reif und bei Zimmertemperatur — nie aus dem Kühlschrank. Im Winter lieber einen anderen Salat.
- Echter Feta aus Schafmilch ist cremiger und salziger als «Salatkäse» aus Kuhmilch. Bei Migros und Coop auf «Feta g.U.» achten — es lohnt sich.
- Als Hauptgericht mit gegrilltem Poulet oder Pita-Brot. Der Saft, der sich am Boden sammelt, ist mit Brot das Beste am ganzen Salat.
Was kann ich ersetzen?
Hirtenkäse ist milder und günstiger. Mozzarella macht daraus etwas anderes — gut, aber nicht griechisch.
Oliven mit Stein haben immer mehr Geschmack als entsteinte. Grüne Oliven passen auch, sind aber untypisch.
Viele Kinder mögen rohe Peperoni nicht. Ohne fehlt nichts Wesentliches.
Nährwerte pro Portion
Geschätzte Werte auf Basis der Zutaten.
Häufige Fragen
Gehört Blattsalat in den griechischen Salat?
Nein. Der griechische «Choriatiki» — Bauernsalat — besteht nur aus Tomaten, Gurke, Zwiebel, Peperoni, Oliven und Feta. Blattsalat ist eine Erfindung von Restaurants ausserhalb Griechenlands, um den Teller zu füllen.
Warum wird der Feta nicht gewürfelt?
Weil er als Stück obenauf mit Oregano und Öl serviert wird und jeder ihn selbst zerdrückt. So bleibt er cremig und vermischt sich nicht mit dem Tomatensaft. Gewürfelt ist er in Ordnung — nur nicht traditionell.
Kann ich griechischen Salat vorbereiten?
Gemüse schneiden ja, mischen nein. Gesalzen und geölt wässern Tomaten und Gurke innert einer Stunde. Alles vorbereitet in Schüsseln, dann kurz vor dem Essen zusammenstellen.
Was kostet griechischer Salat pro Person?
Im Sommer rund 3 CHF pro Person mit Schweizer Gemüse und echtem Feta — als komplettes Znacht mit Brot. Der Feta ist der teuerste Posten.
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