Angeschnittener Hackbraten mit brauner Kruste und Bratensauce, dazu Kartoffelstock und Rüebli

Hackbraten saftig — das Sonntagsessen, das Reste fürs Znüni lässt

Hackfleisch mit eingeweichtem Brot, Ei, Zwiebel und Senf mischen, zu einem Laib formen, anbraten und im Ofen bei 180 °C 50 Minuten garen. Die Sauce entsteht aus dem Bratensatz mit Bouillon und Rahm. Kerntemperatur 70 °C, dann 10 Minuten ruhen lassen.

Vorbereitung
20 Min.
Kochzeit
60 Min.
Portionen
6
Gesamt
80 Min.

Hackbraten ist das Sonntagsessen, das am Montag noch besser ist: kalt in Scheiben aufs Brot. Er ist günstiger als jeder Braten am Stück, verzeiht Fehler und braucht im Ofen keine Aufmerksamkeit. Saftig wird er mit denselben zwei Dingen wie Hacktätschli — eingeweichtem Brot und nicht zu magerem Fleisch. Der Rest ist Geduld.

Zutaten

  • 800 g Hackfleisch (gemischt)
  • 2 Stück Brötchen (vom Vortag)
  • 1½ dl Milch
  • 2 Stück Eier
  • 2 Stück Zwiebeln
  • 2 Stück Knoblauchzehen
  • 2 EL Senf
  • 1½ TL Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Paprika
  • 1 TL Majoran (getrocknet)
  • 2 EL Bratbutter

Sauce

  • 2 Stück Rüebli
  • 3 dl Rindsbouillon
  • 1 EL Tomatenpüree
  • 1 dl Vollrahm
  • 1 EL Maizena

Zubereitung

  1. 1

    Masse vorbereiten

    Brötchen zerzupfen und in der Milch einweichen. Eine Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in wenig Bratbutter glasig dünsten. Ofen auf 180 °C vorheizen.

  2. 2

    Mischen und formen

    Ausgedrücktes Brot, Hackfleisch, Eier, gedünstete Zwiebel, Senf und Gewürze mit den Händen mischen, bis sich alles verbindet. Zu einem länglichen Laib formen, etwa 8 cm hoch, und die Oberfläche glatt streichen.

  3. 3

    Anbraten

    Restliche Bratbutter in einem Bräter erhitzen und den Braten rundum 6 bis 8 Minuten anbraten, bis er überall braun ist. Das gibt die Kruste und den Geschmack für die Sauce.

  4. 4

    Im Ofen garen

    Zweite Zwiebel und Rüebli grob schneiden und um den Braten verteilen. Tomatenpüree kurz mitrösten, mit Bouillon ablöschen. Bräter in den Ofen, 50 Minuten garen, dabei zweimal mit dem Bratensaft übergiessen. Kerntemperatur 70 °C.

  5. 5

    Sauce

    Braten herausnehmen und 10 Minuten in Alufolie ruhen lassen. Bratenfond mit Gemüse durch ein Sieb in einen Topf streichen, Rahm dazu, aufkochen, mit in wenig Wasser angerührtem Maizena binden. Abschmecken, Braten in Scheiben schneiden.

Tipps

  • Füllung für den Sonntag: 3 hart gekochte Eier in die Mitte des Laibs legen — beim Aufschneiden sieht jede Scheibe aus wie vom Metzger. Oder 100 g Käsewürfel unter die Masse mischen.
  • Kalt in dünnen Scheiben ist Hackbraten der beste Brotbelag der Woche. Hält im Kühlschrank drei Tage, eingefroren in Scheiben drei Monate.
  • Ein Fleischthermometer nimmt das Raten weg. 70 °C in der Mitte, und der Braten ist durch, aber saftig. Ohne Thermometer: Der austretende Saft muss klar sein.

Was kann ich ersetzen?

Hackfleisch
Stattdessen: 800 g Rindshackfleisch plus 100 g Speckwürfeli

Wenn du kein gemischtes Hack bekommst. Der Speck bringt das Fett zurück, das reines Rind vermissen lässt.

Brötchen
Stattdessen: 6 EL Paniermehl oder 100 g gekochte, zerdrückte Kartoffeln

Kartoffeln machen den Braten besonders zart und sind die glutenfreie Lösung.

Vollrahm
Stattdessen: 1 dl Bouillon plus 1 TL Butter

Die leichtere, klarere Bratensauce. Dann etwas mehr Maizena zum Binden.

Nährwerte pro Portion

Geschätzte Werte auf Basis der Zutaten.

Kalorien
520 kcal
Eiweiss
34 g
Kohlenhydrate
16 g
Fett
35 g
Ballaststoffe
2 g

Häufige Fragen

Wie lange muss ein Hackbraten in den Ofen?

Bei 180 °C etwa 50 Minuten für 800 g nach dem Anbraten, 60 Minuten für 1 kg. Sicher ist die Kerntemperatur: 70 °C in der Mitte. Ohne Anbraten braucht er 10 Minuten länger.

Warum zerfällt mein Hackbraten beim Schneiden?

Zu wenig Bindung oder zu früh angeschnitten. Zwei Eier auf 800 g Fleisch und das eingeweichte Brot binden; danach muss der Braten 10 Minuten ruhen, damit sich der Saft setzt. Direkt aus dem Ofen zerfällt jeder Braten.

Kann ich Hackbraten vorbereiten?

Ja, geformt und roh hält er abgedeckt einen Tag im Kühlschrank. Oder fertig gegart: aufgewärmt in Scheiben in der Sauce ist er am zweiten Tag mindestens so gut.

Was passt zu Hackbraten?

Kartoffelstock ist der Klassiker, weil er die Sauce aufnimmt. Sonst Nudeln, Spätzli oder Bratkartoffeln, dazu Rüebli, Erbsli oder ein Blattsalat.

Was kostet Hackbraten pro Person?

Rund 3 CHF pro Person für sechs Portionen mit Schweizer Hackfleisch — etwa die Hälfte eines Bratens am Stück. Mit Aktionsfleisch weniger.

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