
Batch Cooking für Familien: Einmal kochen, die Woche geniessen
Batch Cooking bedeutet, an einem Tag (meistens Sonntag) grössere Mengen vorzukochen und die Mahlzeiten für die Woche zu portionieren. Schweizer Familien sparen damit 3–5 Stunden unter der Woche, reduzieren Food Waste und essen trotzdem jeden Abend ausgewogen — ohne Stress.

Gründerin von TellerPlan
Yvonne ist Mutter von zwei Kindern und lebt in der Schweiz. Sie hat TellerPlan gegründet, um das wöchentliche Einkaufen für Familien einfacher zu machen.
Was ist Batch Cooking — und warum lieben es Familien?
Stell dir vor: Es ist Montagabend, die Kinder haben Hunger, du bist gerade von der Arbeit nach Hause gekommen — und trotzdem steht in 10 Minuten ein warmes, selbstgekochtes Essen auf dem Tisch. Kein Stress, kein Bestellen, keine Diskussionen. Das ist die Magie von Batch Cooking.
Batch Cooking (auf Deutsch: Vorkochen in grossen Mengen) heisst, dass du an einem Tag — meistens am Sonntag — mehrere Gerichte in grösseren Portionen kochst und sie für die restliche Woche portionierst. Du kochst einmal und isst drei- bis viermal davon. Einfach, oder?
In der Schweiz ist dieses Konzept besonders sinnvoll. Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) arbeiten in über 75 % der Schweizer Familien beide Elternteile — oft in einem Pensum, das wenig Raum für stundenlanges Kochen an Wochentagen lässt. Gleichzeitig sind die Lebenshaltungskosten hoch, und wer planlos einkauft, gibt bei Migros oder Coop schnell mehr aus als nötig.
Schweizer Familien geben durchschnittlich CHF 1'400 bis CHF 1'600 pro Monat für Lebensmittel aus. Mit Batch Cooking und einem Wochenplan kannst du 10–20 % davon sparen.
Die Vorteile von Batch Cooking für Familien auf einen Blick:
- Zeitersparnis: Statt jeden Abend 45–60 Minuten zu kochen, investierst du 2–3 Stunden am Sonntag — und hast unter der Woche freie Abende.
- Weniger Stress: Die Frage «Was kochen wir heute?» fällt einfach weg.
- Geld sparen: Du kaufst gezielt in grösseren Mengen ein und vermeidest Spontankäufe.
- Weniger Food Waste: Alles wird verbraucht, nichts landet im Abfall.
- Gesünder essen: Wenn das Essen schon bereitsteht, greifst du seltener zu Fertigprodukten oder bestellst beim Lieferdienst.
So startest du mit Batch Cooking
Batch Cooking klingt nach viel Aufwand, ist aber einfacher, als du denkst. Wenn du bereits weisst, wie du einen Wochenplan erstellst, hast du die perfekte Grundlage. Du musst nicht gleich fünf Gerichte auf einmal kochen. Starte klein und steigere dich, wenn du den Dreh raus hast.
Schritt 1: Wähle 2–3 Rezepte
Such dir für den Anfang zwei bis drei Rezepte aus, die gut skalierbar sind — also in doppelter oder dreifacher Menge problemlos funktionieren. Ideal sind Gerichte, die sich gut aufwärmen lassen und der ganzen Familie schmecken.
Schritt 2: Plane deinen Einkauf
Schreibe alle Zutaten auf eine Liste und rechne die Mengen hoch. Wenn du normalerweise 500 g Hackfleisch für eine Bolognese brauchst und die dreifache Menge kochst, brauchst du 1.5 kg. Prüfe vorher, was du noch zu Hause hast — so vermeidest du Doppelkäufe.
Mit TellerPlan kannst du deine Rezepte sammeln, in den Wochenplan einbauen und automatisch eine Einkaufsliste generieren — auch für Batch Cooking. Kostenlos ausprobieren →
Schritt 3: Koche strategisch
Am Batch-Cooking-Tag (meistens Sonntag) arbeitest du am effizientesten, wenn du parallelisierst: Während die Bolognese auf dem Herd köchelt, kommt der Eintopf in den Ofen, und du schneidest das Gemüse für die Suppe. Plane ca. 2–3 Stunden ein — mit Musik oder einem Podcast geht die Zeit schnell vorbei.
Schritt 4: Portionieren und beschriften
Lass die Gerichte abkühlen und verteile sie in Portionen für die einzelnen Tage. Beschrifte die Behälter mit dem Gericht und dem Datum. Was du in den nächsten 2–3 Tagen essen willst, kommt in den Kühlschrank — der Rest in den Tiefkühler.

Die besten Rezepte zum Vorkochen
Nicht jedes Rezept eignet sich gleich gut für Batch Cooking. Die besten Gerichte zum Vorkochen haben eines gemeinsam: Sie lassen sich in grossen Mengen kochen, schmecken aufgewärmt mindestens genauso gut und lassen sich problemlos einfrieren.
Hier sind unsere Favoriten für Schweizer Familien:
- Bolognese-Sauce: Der Klassiker. Koche einen grossen Topf und portioniere ihn. Dazu am Abend einfach frische Pasta kochen — fertig in 10 Minuten.
- Chili con Carne (oder sin Carne): Lässt sich perfekt einfrieren und wird beim Aufwärmen sogar noch besser. Dazu Reis, Tortillas oder Brot.
- Gemüsesuppe oder Minestrone: Ideal für die kälteren Monate. Variiere mit saisonalem Gemüse und gib vor dem Servieren frische Kräuter dazu.
- Curry (Thai, indisch oder japanisch): Die Sauce in grossen Mengen kochen, Reis frisch dazu — perfektes Abendessen in 15 Minuten.
- Hackbraten: Ein Schweizer Familienklassiker. Lässt sich kalt oder warm essen und eignet sich auch als Znüni für die Schule.
- Eintopf mit Linsen oder Kichererbsen: Sättigend, gesund und spottbillig. Ein Linseneintopf für vier Personen kostet keine CHF 8.
- Lasagne: Etwas mehr Aufwand, aber dafür ein Gericht, das Kinder lieben. Portionenweise einfrieren und bei Bedarf aufbacken.
Sonntag ist bei uns Batch-Cooking-Tag. Während die Kinder spielen, koche ich zwei bis drei Gerichte für die Woche. Das hat unseren Familienalltag komplett verändert.
— Yvonne, TellerPlan
Richtig aufbewahren: Kühlschrank und Tiefkühler
Damit dein Batch Cooking ein Erfolg wird, ist die richtige Aufbewahrung entscheidend. Nichts ist ärgerlicher, als am Mittwoch festzustellen, dass das vorgekochte Curry nicht mehr gut ist.
Was in den Kühlschrank kommt
Gerichte, die du in den nächsten 2–3 Tagen essen willst, kommen in den Kühlschrank. Achte darauf, dass sie in luftdichten Behältern gelagert werden und gut abgekühlt sind, bevor sie in den Kühlschrank wandern.
- Suppen und Eintöpfe: 3–4 Tage im Kühlschrank
- Bolognese und Saucen: 3–4 Tage
- Gekochter Reis: maximal 2 Tage (danach Tiefkühler)
- Currys: 2–3 Tage
- Gekochtes Gemüse: 2–3 Tage
Was in den Tiefkühler kommt
Alles, was du nicht innerhalb von drei Tagen essen wirst, gehört in den Tiefkühler. Die meisten vorgekochten Gerichte halten sich dort problemlos 2–3 Monate.
- Perfekt zum Einfrieren: Bolognese, Chili, Suppen, Eintöpfe, Currys, Hackbraten
- Bedingt geeignet: Lasagne (Nudeln werden etwas weicher), Reis (Textur verändert sich leicht)
- Nicht empfohlen: Salate, rohes Gemüse, Gerichte mit viel Rahm oder Frischkäse (flocken beim Auftauen aus)
Die richtigen Behälter
Gute Behälter sind das A und O beim Batch Cooking. Investiere in ein Set hochwertige, mikrowellenfeste Behälter mit dichten Deckeln. Du findest sie bei Migros (z. B. von Cucina & Tavola) oder Coop (z. B. von Rotho) ab ca. CHF 10 für ein 5er-Set. Glassbehälter sind nachhaltiger und können direkt in den Ofen — kosten aber etwas mehr (ab CHF 25).
- Behälter in verschiedenen Grössen (500 ml für Einzelportionen, 1 Liter für Familien)
- Tiefkühlbeutel mit Zip-Verschluss für Suppen und Saucen
- Beschriftungsband oder abwaschbare Etiketten
- Eventuell ein Vakuumierer — verlängert die Haltbarkeit deutlich

Batch Cooking in den Wochenplan einbauen
Batch Cooking funktioniert am besten, wenn es Teil deines Wochenplans ist. Anstatt spontan zu entscheiden, was du vorkochst, planst du die Batch-Cooking-Gerichte bewusst in deinen Essensplan ein.
So könnte eine typische Woche aussehen:
- Samstag: Wochenplan erstellen und Einkaufsliste schreiben
- Samstagmittag oder Abend: Grosseinkauf bei Migros oder Coop
- Sonntag (2–3 Stunden): Batch Cooking — 2 bis 3 Gerichte vorkochen, portionieren und beschriften
- Montag–Mittwoch: Vorgekochte Gerichte aus dem Kühlschrank aufwärmen
- Donnerstag–Freitag: Tiefgefrorene Gerichte auftauen und aufwärmen, oder einmal frisch kochen
- Samstag: Restentag oder etwas Neues ausprobieren
Der Trick ist, den Batch-Cooking-Tag als festen Termin zu behandeln. Genau wie der Wocheneinkauf wird er zur Routine — und nach ein paar Wochen geht er ganz automatisch.
Wenn du Meal Planning bereits machst, ist Batch Cooking die perfekte Ergänzung. Du planst nicht nur, was du essen wirst, sondern bereitest es gleich vor. Der Wochenplan gibt dir die Struktur, Batch Cooking spart dir die Zeit.
Mit TellerPlan planst du deinen Wochenplan in Minuten und bekommst automatisch die passende Einkaufsliste — inklusive hochgerechneter Mengen für Batch Cooking. Jetzt starten →
Batch Cooking für Einsteiger: Dein erster Sonntag
Du willst Batch Cooking ausprobieren, weisst aber nicht, wo du anfangen sollst? Hier ist ein konkreter Plan für deinen allerersten Batch-Cooking-Sonntag. Einfach, überschaubar und mit Gerichten, die fast alle Familien mögen.
Dein Starter-Menü (für 4 Personen, 3 Gerichte)
- Gericht 1: Bolognese (doppelte Menge) — Reicht für 2 Abendessen. Dazu am Montag Spaghetti, am Donnerstag Penne.
- Gericht 2: Gemüsesuppe (grosse Menge) — Reicht für 2 Mittagessen oder als Vorspeise. Ideal mit Brot vom Bäcker.
- Gericht 3: Curry mit Poulet und Gemüse (doppelte Menge) — Für Dienstag und Mittwoch. Reis kochst du am Abend frisch (10 Minuten).
Deine Einkaufsliste
Für diese drei Gerichte brauchst du ungefähr folgende Zutaten (Preise bei Migros/Coop, Stand 2026):
- 1.5 kg Hackfleisch (ca. CHF 15–18)
- 2 Dosen gehackte Tomaten, 1 Tube Tomatenmark (ca. CHF 5)
- Zwiebeln, Rüebli, Sellerie, Knoblauch (ca. CHF 5)
- Saisonales Gemüse für die Suppe: Lauch, Kartoffeln, Kabis (ca. CHF 6)
- 600 g Pouletbrust (ca. CHF 10–12)
- Kokosmilch, Currypaste, Paprika, Zucchetti (ca. CHF 8)
- Gewürze, Olivenöl, Bouillon (hast du wahrscheinlich schon)
Gesamtkosten: ca. CHF 45–55 für 8–10 Mahlzeiten. Das sind weniger als CHF 6 pro Mahlzeit für die ganze Familie — günstiger als jedes Take-away. Noch mehr Tipps zum günstigen Kochen in der Schweiz findest du in unserem separaten Guide.
Dein Zeitplan (ca. 2.5 Stunden)
- 0:00 — Mise en place: Alle Zutaten bereitstellen, Gemüse waschen und schneiden.
- 0:20 — Bolognese anbraten: Hackfleisch anbraten, Gemüse dazu, mit Tomaten ablöschen. Auf kleiner Stufe köcheln lassen.
- 0:35 — Suppe starten: Gemüse anbraten, mit Bouillon aufgiessen. Köcheln lassen.
- 0:50 — Curry starten: Poulet anbraten, Currypaste und Kokosmilch dazu, Gemüse hinzufügen. Köcheln lassen.
- 1:15 — Zwischendurch: Küche aufräumen, Behälter bereitstellen, Bolognese umrühren.
- 1:45 — Portionieren: Alle drei Gerichte sind fertig. Abkühlen lassen, in Behälter füllen, beschriften.
- 2:15 — Aufräumen: Küche sauber machen, Behälter in Kühlschrank und Tiefkühler verteilen.
Das war's! In 2.5 Stunden hast du die Woche so gut wie erledigt. Am Montagabend brauchst du nur noch Wasser für die Pasta aufzusetzen, und in 10 Minuten steht das Essen auf dem Tisch.
Batch Cooking muss nicht perfekt sein. Es geht nicht darum, ein Fünf-Sterne-Menü für jeden Tag der Woche vorzubereiten. Es geht darum, den Alltag einfacher zu machen — damit du unter der Woche mehr Zeit für die Dinge hast, die wirklich zählen. Viel Spass beim Ausprobieren!
Bereit, deinen ersten Batch-Cooking-Sonntag zu planen? TellerPlan hilft dir mit Rezepten, Wochenplan und automatischer Einkaufsliste. Kostenlos starten →
Häufige Fragen
Bereit für stressfreies Einkaufen?
Plane deine Mahlzeiten, generiere Einkaufslisten und spare Zeit — kostenlos testen.
Jetzt kostenlos startenWeitere Artikel

Meal Planning für Familien in der Schweiz — So geht's
Lerne, wie du als Familie in der Schweiz einen Wochenplan erstellst, Zeit beim Einkaufen sparst und weniger Food Waste produzierst.
Yvonne Ammann
Günstig kochen in der Schweiz — So sparst du beim Essen
Günstig kochen in der Schweiz ist möglich. 8 praktische Strategien, wie du als Familie mit CHF 600–900 pro Monat gut und gesund essen kannst.
Yvonne Ammann